DIE WERTE, ERKLÄRT

Biegezugabe addieren, Biegeverkürzung abziehen: zwei Wege zur gleichen Abwicklung.

Biegezugabe und Biegeverkürzung gehen von unterschiedlichen Maßen aus. Vor der Berechnung der Abwicklung muss klar sein, welche Maße vorliegen.

Mit den tatsächlich gemessenen Maßen beginnen.

Die Biegezugabe (BA) ist die Länge entlang der neutralen Faser im gekrümmten Abschnitt. Sie wird zu den geraden Längen von den Tangentenpunkten bis zu den freien Kanten addiert.

Die Biegeverkürzung (BD) verbindet die Abwicklung mit den Außenmaßen. Sie wird von der Summe der beiden Außenmaße bis zur virtuellen Ecke abgezogen.

X (außen)YVIRTUELLE SCHARFE KANTETANGENTIALPUNKTE

X und Y enden an der virtuellen scharfen Kante, an der sich die verlängerten Außenflächen treffen. Darstellung bei 90°; dies sind keine geraden Längen vom Tangentialpunkt zur Kante.

Abwicklungslänge = gerader Abschnitt X + gerader Abschnitt Y + BAAbwicklungslänge = Außenmaß X + Außenmaß Y − BD

Dasselbe Teil auf beiden Wegen berechnen.

Beispiel eines L-Profils: T = 1 mm, R = 1 mm, K = 0,4, A = 90° und Außenmaße X = Y = 50 mm. K = 0,4 ist ein Beispielwert und keine Werkstoffempfehlung.

GrößeWert
Außenrücksprung2,000000 mm
Jeder gerade Abschnitt48,000000 mm
Biegezugabe2,199115 mm
Biegeverkürzung1,800885 mm
Abwicklungslänge nach beiden Methoden98,199115 mm

Die Berechnung verwendet die volle Genauigkeit, bevor die Anzeige gerundet wird. Eine gerade Länge von 50 mm würde ein anderes Bauteil beschreiben.

Winkeldefinition prüfen.

Der Biegewinkel A beschreibt die Drehung gegenüber der ursprünglich flachen Richtung. Der Innenwinkel θ liegt zwischen den Schenkeln; daher gilt A + θ = 180°. Bei einer rechtwinkligen Biegung sind beide 90°. Bei anderen Winkeln verändert eine Verwechslung das Ergebnis.

Rechner ausprobieren nutzen, um zwischen den Konventionen zu wechseln und dieselbe physische Biegung beizubehalten. Unsere Berechnungsmethoden dokumentiert Formeln, Quellen und unterstützte Grenzen.

Die Methode anwenden.Rechner öffnen →